Geburtstagskuchen II

… „Oh, das ist gut“, hab ich gesagt. Und zwar, weil ich wusste, wo Papas Bierflaschen stehen. Ich hab eine Flasche geholt und wir haben sie aufgemacht und in den Teig gegossen. Dann sollte auch noch Backpulver rein, aber Mama hatte bloß so winzig kleine Tütchen gekauft. Also haben wir alle sieben Tütchen genommen, die da waren. Immerhin hatten wir ja auch vierhundert Gramm Mehl. Oder viertausend oder so. Und dann haben wir noch alles andere in unseren Teig getan, was im Rezept stand.

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Alles zusammen haben wir dann in einen Kochtopf gefüllt und in den Ofen gestellt. Dann haben wir den Ofen voll aufgedreht und gewartet. Aber das war total langweilig und deshalb sind wir lieber raus gegangen. Wir haben im Garten „Tiere raten“ gespielt. Aber gerade, als ich mir als Tier „Qualle“ ausgedacht hab, haben wir Mama gehört. Sie hat nämlich voll laut geschrien. Da sind wir lieber wieder reingegangen.
Oh weia! Der Kuchen kam uns fast schon in der Küchentür entgegen! Er war nämlich viel größer geworden als der Topf und dann ist er unten beim Backofen rausgelaufen. Außerdem hat es so verbrannt gerochen. Und ein bisschen nach Bier.

Mama war voll stinkig und hat gesagt, sie lässt uns nicht aus der Küche raus, bevor nicht alles wieder pikobello sauber ist. Menno!
Wir haben so ungefähr zwei Stunden geschrubbt, bis Mama endlich zufrieden war. Zwischendurch haben wir ein bisschen vom Kuchen genascht, nur so zur Stärkung. Aber der hat ziemlich komisch geschmeckt, der Kuchen. So, wie wenn man sich übergeben muss.

Cheyenne hat ihn trotzdem mit nach Hause genommen, für ihre Mami.

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Arena Verlag